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” Gesundheit kann jedem von uns jederzeit genommen werden! ”
In Deutschland leben ca. 8 Millionen schwerbehinderte Menschen, mit einer Schädigung der Sinne, Organe und / oder Gliedmassen. Davon sind ca. 400.000 Menschen ständig auf einen Rollstuhl angewiesen. Daraus resultieren viele Schwierigkeiten oder Unmöglichkeiten, bestimmte Aufgaben oder Tätigkeiten durch führen zu können oder an der Gesellschaft teilhaben zu können. Die Integration behinderter Mitmenschen in die Gesellschaft sowie der Abbau von falschen Vorurteilen und Berührungsängsten ist Aufgabe von uns allen.
Des weiteren in es in erster Linie wichtig und notwendig, die Barrieren die behinderte Menschen haben abzubauen. Im Alltag gibt es viele Barrieren, die für behinderte Menschen, Rollstuhlfahrer, Mütter / Väter mit (behinderten) Kindern und auch Senioren, entweder gar nicht oder nur sehr schwer überwindbar sind. Egal ob im Wohnbereich, im Strassen- verkehr, in öffentlichen Gebäuden, Restaurants, Cafés oder beim Einkaufen, überall gibt es Barrieren für Menschen mit Handicaps, die Probleme bereiten. Auf diesen Seiten erfahren sie mehr über die Barrieren die behinderte Menschen im Alltag haben (der nicht barrierefreie Wohnraum, Treppen, Stufen, Schwellen, Bordsteinkanten, enge Türen, Gänge, zu kleine Aufzüge, und vieles mehr) und wie diese Barrieren beseitigt werden können. Um die Gleichstellung aller Menschen zu gewährleisten, ist es zwingend erforderlich, dass jedem Menschen egal ob er behindert ist oder nicht, alle Bereiche des Lebens offen stehen. Daher fordern wir Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen.
Eine der grössten Barrieren, mit der besonders Menschen im Rollstuhl zu kämpfen haben, ist der Wohnraum. Um sich in den eigenen 4 Wänden wohl fühlen zu können, muss gegeben sein, dass man als behinderter Mensch auch in der Wohnung zurecht kommt und alles erreichen und bedienen kann, so wie es für jeden normalen Menschen auch möglich ist.
BARRIEREFREI ist das entscheidende Wort! Aber nicht alles was als barrierefrei bezeichnet wird, ist auch wirklich barrierefrei, den dieser Begriff ist an DIN Normen geknüpft, die eingehalten werden müssen, damit auch eine wirkliche Barrierefreiheit gegeben ist. Alles andere ist entweder als behinderten- oder rollstuhlfreundlich bzw. seniorenfreundlich zu bezeichnen.
Leider gibt es in den Städten und Gemeinden meist keine oder noch viel zu wenig barrierefreie Wohnungen. Daher ist es für den den betroffenen Personenkreis besonders schwer, überhaupt einen barrierefreien oder zumindest rollstuhl- oder behindertengerechten / -freundlichen Wohnraum zu finden. Meist sind die Betroffenen jahrelang auf der Suche, nach einer passenden Wohnung. Meist sind die Wohnungen nur Notlösungen, die das Leben der Behinderten aber nicht erleichtern, da sie immer noch voll von Barrieren sind, die Menschen, die nicht betroffen sind, gar nicht sehen oder wahrnehmen.
Da es nur wenige Vermieter gibt, die behinderten Menschen eine Wohnung vermieten und Umbauten zulassen, bleibt vielen als Alternative nur ein Pflegeheim. Aber warum sollen behinderte Menschen in Alten- oder Pflegeheime abgeschoben und aus ihren Familien gerissen werden. Die Familie ist meist das Einzige, was ihnen noch verblieben ist, sie gibt Halt und Kraft. Der bessere Weg ist es doch, entsprechende Voraussetzungen und Wohnungen zu schaffen, und die Familien zusammen zu lassen. Nur dann können wir in diese Situation hineinwachsen und daraus lernen.
Auch Bund und Länder sind gefordert, hier Einzugreifen und die schlechte Lage in Sachen “ barrierefreie Wohnräume ” zu verbessern. Es reicht nicht aus Behindertenbeauftragte einzusetzen, das schafft keinen Wohnraum. Und mit einem Gleichstellungsgesetz allein ist es auch nicht getan, die Gleichstellung fängt für die Betroffenen in erster Linie beim Wohnraum an. Nur wenn ich meine Wohnung genauso nutzen und benutzen kann, wie jeder “ normale und gesunde “ Mensch auch, dann bin ich gleichgestellt. Wenn man aber tag täglich an Barrieren stösst, die einen behindern, wird einem jeden Tag bewusst, dass man anders ist. Aufgrund eingeschränkter Beweglichkeit, haben die Betroffenen nicht die Möglichkeit, jeden Wohnraum in jeder Etage zu nutzen. Daher ist es nur mehr als gerecht, wenn bundesweit barrierefreier Wohnraum geschaffen wird.
Die Fördermittel für den Kauf oder Bau eines barrierefreien Wohnraumes die es vom Staat bzw. den Ländern gibt, helfen nur denen, die das nötige Einkommen oder Eigenkapital haben. Aber die meisten behinderten Menschen haben nicht die finanziellen Mittel, um sich einen barrierefreien Wohnraum zu schaffen. Was ist also mit denen, für die diese Fördermittel nicht in Betracht kommen, wer stellt diesen Menschen einen Wohnraum zur Verfügung? Hier muss etwas getan werden, damit Wohnraum geschaffen wird. Welcher Vermieter oder Bauherr sieht sich zum Handeln aufgefordert und hilft? Zuschuss für den Umbau oder Bau von barrierefreien Wohnungen, bekommen auch Vermieter und Bauherrn. Auch in ihrer Stadt gibt es behinderte Menschen, die dringend eine barrierefreie Wohnung brauchen. Handeln Sie jetzt. Denken Sie um! Denken sie an morgen, auch sie könnten einmal zum Kreis der Betroffenen zählen.
Nach Informationen gibt es in meiner Heimatstadt Weiden ca. 150 behinderte Menschen, die einen Wohnraum suchen. Wobei man unter barrierefrei und behinderten- gerecht unterscheiden muss. Ein barrierefreier Wohnraum wird in erster Linie von Rollstuhlfahrern /- innen benötigt, die sich nur im Rollstuhl fortbewegen können. Es besteht also dringend Handlungsbedarf.
In den Gleichstellungsgesetzen der Bundesländer ist eine Verpflichtung zum barrierefreien Bauen vorgegeben, aber die Realität sieht anders aus.
Daher wollen wir von Barrierefrei im Alltag auf die Problematik “Barrierefreiheit” aufmerksam machen und unser Ziel ist es, dass irgendwann jeder behinderte Mensch einen passenden und angemessenen Wohnraum bekommt und ein barrierefreies Leben führen kann.
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