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Countrymusic - Medizin für die Seele
Hallo ich bin: Uwe “the wheel chair driver” & greatest country music fan worldwide, hier könnt Ihr lesen was mir widerfahren ist und wie ich mit Hilfe meiner Familie, des Country Music Journal Keep It Country und der Independent Country Music Association of Germany mein Leben wieder einigermassen in den Griff bekommen habe.
Alles begann damals im Jahre 1993. Ich war ein glücklicher und zufriedener Mann, und Familienvater. Aber zwei Tage sollten mein ganzes Leben verändern, den an diesen Tagen hatte man mir meine Beine amputiert und das Ende war der Rollstuhl. Aber es war nicht genug, dass man mir meine Beine genommen hat , nein, das was sich danach herausstellte, versetzte meiner Seele einen tiefen Schlag. Da man keine Ursache für die Amputation finden konnte, wurde ich stutzig und schliesslich bekam ich eine niederschmetternde Nachricht, in der ich lesen musste, dass es keinen Grund für die Amputationen gab, keine lebensbedrohliche Situation und das es von dem Professor, der es entschieden hatte, unverantwortlich gewesen war, so zu handeln. Er stellte eine falsche Diagnose, aber dieser Fehler war und ist nicht mehr gut zu machen, denn meine Beine sind für immer und ewig weg. Für mich brach eine Welt zusammen, hatte ich doch geglaubt die Amputation sei der letzte Ausweg gewesen und jetzt musste ich erfahren, dass das alles gar nicht hätte sein müssen. Ich war total am Boden zerstört und wusste weder ein noch aus. Man hatte mir mein Leben genommen und manchmal wollte ich lieber tot sein, als so weiter leben. Denn was war das für ein Leben, gefesselt an den Rollstuhl und für jede Kleinigkeit war ich auf Hilfe angewiesen. Mein Leben war zerstört und noch heute habe ich daran zu kämpfen. Den Kampf um mein Recht habe ich verloren, da mir das Geld ausgegangen ist, um weiter zu klagen. Eins weiss ich jetzt gegen die Götter in Weiss ist man machtlos.
Niemand kann sich vorstellen, wie das ist. Nachts kann man nicht schlafen, immer wieder schiessen einen die Gedanken durch den Kopf "Warum ich warum" und dann hat man immer die schreckliche Gewissheit im Hinterkopf, dass das alles ein Fehler der Ärzte war. Diese Gedanken kehren immer wieder und auch heute liege ich noch oft Nachts wach. Die ersten Monate waren die Hölle. Ich wollte nicht unter die Leute gehen, hatte Angst und hätte mich am liebsten irgendwo verkrochen. Immer wieder kehrten die Phantom- schmerzen zurück, die ich nur durch Medikamente unterdrücken kann. Aus dem einst glücklichen Familienvater war ein gebrochener Mann geworden. Wie sollte das alles nur weitergehen. Aber ich hatte nicht nur den schmerzlichen Verlust meiner Beine zu verkraften, auch alle meine Freunde und Verwandte hatten mich im Stich gelassen. Mit den Beinen verschwanden auch sie, keiner war mehr da, der mich und meine drei Damen unterstützte. Gerade dann wenn man auf Hilfe angewiesen ist, wird man im Stich gelassen. Niemand ist da der einen seelisch unterstützt. Jahrelang war man gut genug, hatte alles für Freunde und Verwandten getan, hatte Parties geschmissen und jetzt zählt man auf einmal nicht mehr als vollwertiger Mensch. Man ist ein Krüppel den man nicht vorzeigen kann, für den man sich schämen muss in der Öffentlichkeit. Wenn man jemanden in der Stadt traf, wechselten sie die Strassenseite, nur um nicht mit mir reden zu müssen, überall um mich herum Leute, die sagen "Schau mal der hat ja keine Beine mehr" - es ist ein Alptraum der nie enden wird. Selbst meine eigenen Geschwister haben sich abgewandt, ganz zu schweigen von den Geschwistern meiner Frau. Aber nicht nur ich habe darunter gelitten, auch meine Frau und meine Kinder. Keine Onkel, keine Tante nicht mal die Oma wollte mehr was von Ihnen wissen. Wir fühlten uns wie eine geächtete Familie, inmitten einer Gesellschaft, die keine Rücksicht nimmt auf Behinderte. Die einzigen die zu mir hielten waren meine Frau und meine beiden Töchter. Es war ein harter Schlag für mich zu sehen, wie die Welt um mich herum einstürzte und jegliche Unterstützung ausblieb. Nicht nur das ich ein Leben lang an den Rollstuhl gefesselt bin, sondern auch das mich alle Menschen, um mich herum verlassen haben und die Ironie daran ist, der Grund dafür ist der Verlust meiner Beine, in ihren Augen bin ich kein vollständiger Mensch mehr. Mein Gott womit hatte ich das verdient.
Aber das Leben musste irgendwie weitergehen. Ich bin kein Mensch der sich in die Ecke hockt, ich hatte schon viele Tiefschläge erlitten und hatte mich immer wieder nach vorn gearbeitet. Diesmal war es schwerer als alles andere je zuvor. Um nicht völlig abzustumpfen, denn immerhin hatte ich noch meine Familie, suchte ich nach einer Ablenkung. Aber was konnte mich von diesem Schicksal, ablenken, jeden Tag wurde ich von neuen daran erinnert, denn die Beine waren weg. Eines Abends sassen wir zusammen und hörten Musik, da fiel mir eine Platte in die Hände, die ich schon eine Ewigkeit nicht mehr gespielt hatte. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, es war meine aller erste Platte von Johnny Cash, die ich mir damals als Junge gekauft hatte - Johnny Cash, The Fabulous. Die Platte sah schon etwas mitgenommen aus, kein Wunder sie hatte ja schon etliche Jahre auf den Buckel.. Ich legte die Scheibe auf und dann diese Stimme, dieser Sound, der Gitarrenstil - einfach phantastisch unbeschreiblich - Johnny Cash war wirklich fabelhaft. Ich lehnte mich zurück schloss die Augen und vergass für einen Moment alles um mich herum Seine Stimme und seine Songs, gaben mir Kraft, sie gingen einfach unter die Haut - mitten ins Herz und erwärmten meine Seele .... und irgendwie war das der Auslöser, für das was folgen sollte.
Endlich hatte ich ein Heilmittel gefunden, aus dem ich Kraft schöpfen konnte, das mir meine Schmerzen nahm - Country Music, hier konnte ich einfach abschalten und vergessen was mir widerfahren war. Diese Musik half mir einen neuen Anfang zu finden. Sie erweckte mich zu neuem Leben, ich veränderte mich und schöpfte neuen Mut, um weiter zu leben als Uwe, the wheel chair driver. Da ich nur eine geringe Rente hatte und habe, hörte ich das Rauchen auf, und sparte die 5 DM Zigarettengeld (inzwischen habe ich aufgehört zu Rauchen nun seit über 10 Jahren), solange bis ich mir immer wieder eine CD von Johnny Cash und auch anderen Sängern kaufen konnte. Ich begann alles zu sammeln, was mit Country Music und Johnny Cash zu tun hatte. Ich brauchte diese Musik, sie war wie Medizin für meine Seele. Und das war es was ich brauchte. Ich begann alles über die Country Music in Erfahrung zu bringen und verschickte Hilferufe per Post an Country Music Freunde in der ganzen Welt und bat um ihre Hilfe. Ich wollte endlich wieder anfangen zu leben. Viele antworteten nicht, aber diejenigen die mir geantwortet haben, sind Freunde geworden. Die meisten von Ihnen habe ich noch nie gesehen, aber sie haben viel für mich getan. Ein ganz besonderer Freund ist für mich Jean Paul Sinistre aus Texas. Er gab mir Zuspruch und baute mich auf. Er erzählte mir Sachen über die Country Music, die ich nie gehört hatte und er brachte mit die Texanische Country Music!
Eines Tages dachte ich so bei mir: "Hey Du hast jetzt so viele Informationen und Ideen gesammelt, jetzt ist es an der Zeit dies an andere weiter zu vermitteln. Und so entstand das Country Music Journal Keep It Country. Zunächst stand eine Menge über Johnny Cash in den ersten Ausgaben, da er der Mittelpunkt meines Lebens war. Im April 97 traf ich den Man in Black, persönlich und konnte ihm in Berlin die Hand schütteln. Mein grösster Traum war wahr geworden. Wir wurden Freunde, aber leider ist er inzwischen verstorben und hat in der Musikwelt eine große Lücke hinterlassen.
Mein Freund in Texas brachte mich zur Greater Southern Country Music Association (G.S.C.M.A.), die mich als Europäischen Repräsentanten eingesetzt hat. Auf Grund meines Engagements und meiner Liebe zur Country Musik wurde ich gefragt eine Association in Deutschland zu gründen und das habe ich dann auch getan. So entstand die Independent Country Music Association of Germany, eine non Profit Organisation, die weltweit bekannt wurde. Mein Leben gehört der Country Music und den Independent Artisten.
 Im Mai 1998 folgte das nächste Erlebnis, ich traf Willie Nelson . Dieses Treffen war mehr als nur ein Interview, wir wurden Freunde und Willie Nelson ist nun Ehrenmitglied auf Lebzeit der Independent CMA Germany und er lud mich ein nach Texas, um ihn zu besuchen, aber leider hat das bis heute bei mir aus finanziellen und gesundheitlichen Gründen nicht geklappt. Denn das was ich habe, gebe ich an die Independent Künstler weltweit zurück, die mir in meiner schweren Zeit mit ihrer Musik, ein Stück Lebensqualität zurück gegeben haben . Diesen Tag werde ich nie vergessen und mich mit Freuden daran erinnern.
Inzwischen hatte ich auf der ganzen Welt Freunde. Mein bester Freund war Jean Paul in Texas, inzwischen ist er gestorben. Traurig stimmt mich auch, dass ich weder seine Frau Lenora, die im Februar 1999 von uns gegangen ist noch Jean Paul selbst, je persönlich gegenüberstehen konnte.
Alle Künstler mit denen ich in Kontakt stehe sind Freunde, ich liebe ihre Music und freue mich über jeden Künstler, dem ich helfen kann. Ich möchte Euch allen danken.
Ich freue mich über jede Unterstützung. Denn ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, mich für die Independent Künstler auf der ganzen Welt einzusetzen und auch die traditionelle Country Musik zu fördern, damit sie nicht ausstirbt. Denn diese Musik erhält mich am Leben.
Viele Independent Künstler, haben nicht die Mittel sich und ihre Musik zu präsentieren und so bin ich zur Anlaufstelle für all diese Künstler, die oft eine bessere Musik machen, geworden. Nicht jeder hat das Glück bei einem Major Label unterzukommen. Aber auch die Country Music Legenden wurden zurückgedrängt, aber alle vergessen dass es ohne sie keine Country Music gegeben hätte.
Einen Countrymusiker aus Deutschland gilt meine besondere Unterstützung Hermann Lammers Meyer und seinen Emsland Hillbillies.
Wer gerne mich und meine Arbeit unterstützen möchte, kann das gern tun, ich freue mich über jede Mithilfe, Zusammenarbeit und Unterstützung. Wer Musik für mein Country Music Archiv übrig hat, oder einfach etwas spenden will, kann sich jederzeit mit mir in Verbindung setzen. Ich freue mich über jede Mail.
Aufgrund meines gesundheitlichen Zustandes bin ich nicht mehr ganz so aktiv, aber noch immer unterstütze ich Künstler durch meine Webseiten der Independent CMA Germany mit Reviews und Infos.
So long and Keep It Country All Time
Uwe , the wheel chair driver
Diese Songs wurden für mich geschrieben
UWE, THE WHEEL CHAIR DRIVER
Words and Music by RON DAVIS GEMA-Mitgliedsnummer- 234 483 veröffentlicht von Twango, auf dem gleichnamigen CD Album
Uwe, the wheel chair driver, greatest country music fan in the whole wide world, he’s the fan of every country singer, it doesn’t matter if they’re man or woman, boy or girl. He knows the life history of all the famous stars, but he likes Johnny Cash best of all, he tells their stories to the people in his magazine, and drives his wheel chair to see all the shows.
Uwe, the wheel chair driver; country music’s greatest fan by the river Naab, he and daughter publish Keep It Country” a little different magazine and they do a great job. He knows what good music is no matter how it’s sung, the language doesn’t matter none at all he’s always looking for new stories for his magazine, and he’s a friend to everyone and all.
He’s from the upper palatinate, and when it comes to country music, he won’t make you wait. Everybody loves Uwe and he’s known most everywhere, and he goes to the country shows driving his wheel chair.
KEEP IT COUNTRY
Text & Music by Reinhold Maß 17.08.1997 Reihold Maß has written this song after he visited me at home at an afternoom in August 1997
Intro: Keep it country, Keep country in your heart! Keep it country, Let country be a part of your life! Keep it country, Let country sunshine in - Let country rhythm make the pace In good and evil days!
Most deeply impressed I said "Good-bye" that afternoon, I'd met him for an interview, had made a good friend soon: A man in his fifties, strong will to go on, A man in his wheel-chair, but I knew that he had won.
We talked and we reflected on what music's all about, The origins of folk and country, and what's in and out. We listened to good country songs, ticked off the interview. The hours passed unnotedly, the ice was broken, too.
And he said: "Keep it country, keep country in your heart Keep it country, and keep it from the start Don't let them strokes of fate, my friend, Don't them bring You down. There's always dawn a daybrak when The darkest night is gone."
Most deeply impressed was I that very Sunday night. Sat down on my desk, because I knew I had to write A song about the two of us, the country shares we hold, A song about four hours' time - and yet a whole life old.
And he said: "Keep it country, keep country in your heart Keep it country, and keep it from the start Don't let them strokes of fate, my friend, Don't them bring You down. There's always dawn a daybrak when The darkest night is gone."
Keep it country, Keep country in your heart! Keep it country, Let country be a part of your life! Keep it country, Let country sunshine in - Let country rhythm make the pace
(come on fiddler, make the pace and play Uwe a good old fiddle tune, come on...) -- fiddle tune
Let country rhythm make the pace In good and evil days!
"Thank You, Uwe, the wheel chair driver"
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